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JURY


 

 

 

Pavel Gililov, geboren in der ehemaligen Sowjetunion, trat bereits mit acht Jahren erstmals mit Orchester auf. Seine außerordentliche musikalische Begabung wurde von Dimitri Kabalewsky entdeckt, auf dessen Empfehlung hin er sein Studium in St. Petersburg begann. Dort schloss er mit Auszeichnung ab. Bereits als Student gewann Pavel Gililov im Jahre 1972 den Nationalen Klavierwettbewerb in Moskau und begann daraufhin seine solistische Laufbahn. Er ist Preisträger des Internationalen Chopin-Wettbewerbes in Warschau 1975 und des Internationalen Viotti- Klavierwettbewerbes in Vercelli 1978. Im selben Jahr emigrierte Gililov in den Westen und führt seitdem seine Konzerttätigkeit mit führenden Orchestern in den wichtigsten Kulturmetropolen der Welt fort. Pavel Gililov ist ein gern gesehener Gast bei wichtigen Musikfestivals wie den Salzburger Festspielen, dem Schleswig- Holstein Musikfestival, dem Edinburgh Musikfestival und anderen. Seit 1997 ist er Künstlerischer Leiter der "Sommerclassics", einem Musikfestival in Rheinland- Pfalz sowie Künstlerischer Leiter und Präsident der Beethoven Competition Bonn. An der Musikhochschule Köln leitet Pavel Gililov eine Meisterklasse für Klavier, ebenso wie an der Universität Mozarteum Salzburg. Er veranstaltet zahlreiche Meisterkurse in Europa und Fernost.
Paul Gulda wurde 1961 in Wien geboren. Er ist Pianist, Komponist und Dirigent. Der zweitälteste Sohn von Friedrich Gulda nahm u.a. auch bei seinem Vater Klavierunterricht. Weitere Lehrer waren Roland Batik, Leonid Brumberg und Rudolf Serkin. Neben dem Klavierspiel studierte er an der Musikhochschule Wien Blockflöte und Klarinette. Seit 1995 ist Paul Gulda auch als Komponist tätig. Bei seinen Kompositionen handelt es sich vorwiegend um Bühnenmusik zu Schauspielen von Howard Barker, Franz Xaver Kroetz, Johann Nestroy u. a. 1997 hatte er sein Debüt als Dirigent mit dem Linzer Konzertverein. Neben seiner Tätigkeit als Pianist sowohl mit Soloauftritten als auch mit namhaften Orchestern unter berühmten Dirigenten beschäftigt sich Gulda mit verschiedenen musikalischen Projekten. Eines der bekanntesten ist "Haydn alla Zingarese" (Ein Zusammenspiel von klassischen Musikern mit einer Roma- Banda) sowie Konzeptionen und Präsentationen musikalisch-literarischer Programme. Paul Gulda ist Mitglied des Vereins R.E.F.U.G.I.U.S., der sich für die Aufklärung des Massakers von Rechnitz einsetzt. Zum 54. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen entstand "Stimmen im Widerhall. Ein musikalischer Diskurs". Gulda zeichnet auch für Improvisationsperformances mit Jazzpianist Makoto Ozone oder mit der Malerin Erdmuthe Scherzer-Klinger verantwortlich.
Robert Levin, geboren 1947, ist Musiker, Musikwissenschaftler und Komponist sowie künstlerische Leiter des Sarasota Music Festivals. Er studierte Klavier bei Louis Martin, Jean und Robert Casadesus, Komposition bei Stefan Wolpe in New York sowie Orgel bei Nadia Boulanger in Fontainebleau und Paris. 1968 absolvierte er sein Studium an der Harvard University. Er leitet die Musiktheorie-Abteilung am Curtis Institute of Music in Philadephia und Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Freiburg. Seit 1993 ist er Professor an seiner Alma Mater, der Harvard University. Robert Levin ist gefragter Klavier und Fortepiano-Solist und konzertiert mit weltberühmten Orchestern und Kammermusikensembles. Er rekonstruierte eine Reihe von klassischen Werken, vor allem unvollendete Kompositionen von Mozart, aber auch von Johann Sebastian Bach. Seine Ergänzungen mehrerer unvollendeter Mozart Werke, darunter das Requiem in d-Moll und die Große Messe in c-Moll, sind zählen zu seinen herausragenden Leistungen. Levin ist außerdem regelmäßig als Dozent der Internationalen Sommerakademie Mozarteum tätig.
Jean-Bernard Pommier wurde im südfranzösischen Béziers als Sohn eines Organisten geboren. Mit vier Jahren begann er mit dem Unterricht bei Mina Kosloff. Später studierte er bei Yves Nat, Pierre Sancan, Eugen Bigot (Dirigieren) und Eugene Istomin. Mit siebzehn Jahren war er jüngster Finalist des Internationalen Tschaikowski Wettbewerbes Moskau, dessen Jury von Emil Gilels präsidiert wurde. Seither haben ihn Solo-, Orchester- und Dirigierverpflichtungen in die größten Musikmetropolen der Welt geführt. So interpretierte er sämtliche Klavierkonzerte von Beethoven mit dem Orchestre de Paris und Daniel Barenboim und gab Konzerte mit allen großen Londoner Orchestern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, der Dresdner Staatskapelle, dem Gewandhaus-Orchester Leipzig sowie den Philharmonikern von Berlin, Wien, New York, St. Petersburg und Tokio. Pommier hat mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Herbert von Karajan, Kurt Masur und mit Kammermusikpartnern wie Isaac Stern, Itzhak Perlman, David Oistrach, Pinchas Zukerman und Leonard Rose musiziert und gab Meisterkurse in Amerika, Europa, Asien und Australien. Jean-Bernard Pommier war 2006–2008 künstlerischer Direktor des Festival de Menton, ist Direktor der Akademie Musikè und Visiting Fellow des St. Chad's College, Durham. Zahlreiche CD-Einspielungen der Werke von Bach, Schumann, Tschaikowski, Rachmaninow sowie Chopin.
Maria Tipo, geboren in Neapel, erhielt ihre Ausbildung bereits mit vier Jahren von ihrer Mutter, der Pianistin Ersilla Cavallo. Später besuchte sie Meisterklassen bei Alfredo Casella und Guido Agosti. Im Laufe ihrer Karriere spielte sie in allen großen Konzertsälen Europas, den USA, Zentral- und Südamerikas, Afrikas, Japans und des Mittleren Ostens. Sie konzertierte mit den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, der New York NBC, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und vielen anderen Orchestern. Neben ihrer intensiven Konzerttätigkeit spielte sie zahlreiche Klaviermusik für große Labels wie Ricordi ein. Auch der Kammermusik widmet Maria Tipo viel Zeit. So arbeitete sie beispielsweise mit Künstlern wie Salvatore Accardo und Uto Ughi oder Ensembles wie dem Amadeus Quartett und dem Quartetto di Fiesole. Als Lehrerin wurde Maria Tipo an die Konservatorien von Bozen, Florenz und Genf berufen. Viele ihrer Schüler gewannen erste Preise bei internationalen Wettbewerben in Genf, Wien, Leeds, Bremen, Köln, u. a. Maria Tipo ist regelmäßig als Jurorin internationaler Wettbewerbe tätig.
Fou Tsong wurde 1934 in Shanghai als Sohn des bekannten chinesischen Kunsttheoretikers und Übersetzers Fu Lei geboren. Im Alter von 7 Jahren begann er mit dem Klavierunterricht. Er studierte bei Mario Paci, dem italienischen Gründer des Shanghai Symphony Orchesters und Ada Bronstein.1955 gewann er den Internationalen Chopin Klavierwettbewerb in Warschau und setzte seine Studien in Polen und London fort. Auftritte mit renommierten Künstlern wie Yehudi Menuhin, Daniel Barenboim und Kyung-Wha Chung. Zahlreiche Schallplatteneinspielungen. Rege Tätigkeit als Juror verschiedener internationaler und regionaler Musikwettbewerbe, darunter des Internationalen Chopin-Klavierwettbewerbes und des Queen Elisabeth Wettbewerbes in Belgien sowie weiterer Musikwettbewerbe in der Schweiz, in Norwegen, Italien, Portugal und in Ländern und Regionen Südostasiens.
Paul Roczek ist, von großartigen Musikern umgeben, in Wien aufgewachsen, wo heute seine beiden hochbegabten Kinder, Leonhard und Saskia an der Wiener Musikuniversität Violoncello und Geige studieren. Auch ihm wurde die Violine zum entscheidenden Lebensschicksal, ihre frühe Beherrschung brachte ihn zu den Wiener Philharmonikern, später zu den Wiener Solisten und zum Österreichischen Streichquartett, mit dem er dreißig Jahre hindurch als erster Geiger in der ganzen Welt konzertierte und Hunderte von Konzerten und viele Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen spielte. Mit diesem Quartett wurde er auch 1969 an die damalige Musikakademie Mozarteum verpflichtet, sein erwachendes Interesse für das Unterrichten, aber auch für organisatorische Tätigkeiten brachten ihn schnell in hohe Positionen: Professur, Abteilungsleiter, Vizerektor und künstlerischer Leiter der Internationalen Sommerakademie Mozarteum waren die markanten Zeichen eines sich erfolgreich entwickelnden Künstlerlebens, Einladungen als Juror großer internationaler Wettbewerbe und zu bedeutenden Meisterkursen an wichtigen Musikhochschulen die folgerichtigen Weiterungen. Seit 1996 kümmert er sich als Vorsitzender des Fachbeirates von Musik der Jugend hauptverantwortlich um das Gedeihen der österreichischen Jugendmusikwettbewerbe Prima la Musica und Gradus ad Parnassum. 2007 wurde Paul Roczek zum Beauftragten der Universität Mozarteum für Internationale Beziehungen ernannt und trägt in dieser Funktion dazu bei, den weltweiten Ruf dieser Institution durch die Gestaltung künstlerischer Projekte und verschiedener Austauschprogramme mit bedeutenden Partnern rund um den Globus zu fördern und zu intensivieren.
Der Geiger Shmuel Ashkenasi wurde 1941 in Tel Aviv geboren. Er studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt bei Ilona Feher. Mit einem Stipendium ging er dann in die USA, um am Curtis Institute of Music in Philadelphia bei Efrem Zimbalist zu studieren. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er als Preisträger des belgischen Queen Elisabeth Wettbewerbes und des Tschaikowski Wettbewerbes 1962. Er unternahm Konzertreisen durch die Sowjetunion, trat im Fernen Osten und in Israel auf und konzertierte regelmäßig in Europa. Er arbeitete mit den bedeutendsten Orchestern Europas und der USA unter Dirigenten wie Leopold Stokowski, Karl Böhm, Rudolf Kempe, Erich Leinsdorf, Rafael Kubelik, Stanislaw Skrowaczewski und Karel Ancerl. 1962 gründete er das Vermeer Quartett, als dessen Primarius er zu den bedeutenden Kammermusikern der Gegenwart zählt. Er ist Professor für Violine und Kammermusik am Curtis Institute of Music in Philadelphia und an der Roosevelt University in Chicago.
Marieke Blankestijn wurde in Den Haag, Niederlande geboren. Sie nahm früh ihre Studien auf und wurde zunächst von Herman Krebbers in Amsterdam unterrichtet, bevor sie zu Sándor Végh nach Salzburg wechselte, wo sie 1985 im Alter von 21 Jahren den 3. Internationalen Mozartwettbewerb gewann. Seit 1985 ist sie Konzertmeisterin und international gefragte Solistin u. a. des Orchestra of the Age of Enlightment und des Chamber Orchestra of Europe. Seit seiner Gründung ist sie zudem festes Mitglied des Gaudier Ensembles, mit welchem sie im März 2009 an der Universität Mozarteum im Solitär konzertierte.
Als Gewinnerin des 8. Internationalen Mozartwettbewerbes in Salzburg 2002 zählt die in Zug, Schweiz geborene Esther Hoppe zu den gefragtesten Musikern der jungen Generation. Sie führt eine rege Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin. Seit 2009 ist sie außerdem 1. Konzertmeisterin des Münchener Kammerorchesters. Esther Hoppe wurde mehrfach ausgezeichnet, so erhielt sie neben dem 1. Preis in Salzburg auch den 2. Preis beim Internationalen Georges Prêtre Wettbewerb in Douai, Frankreich. Seit 2003 bildet sie zusammen mit Benjamin Engeli, Klavier und Maximilian Hornung, Violoncello das Tecchler Trio, welches in der Folge renommierte Kammermusikwettbewerbe gewann. Die Künstlerin erhielt Einladungen zu verschiedensten Festivals, wie z. B. Lucerne Festival, Menuhin Festival Gstaad, Styriarte Graz, Open Chamber Music Prussia Cove oder Turina Festival Sevilla. Als regelmäßiger Gast der Swiss Chamber Soloists genießt sie eine rege Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Oboisten Heinz Holliger. Mit den Swiss Chamber Soloists führte sie außerdem bereits einige Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten auf (Werke von Birtwistle, Holliger, Kelterborn, Dayer). Esther Hoppe erhielt Einladungen für Konzerttourneen nach Japan, USA, Indien und in viele Länder Europas. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Thomas Füri an der Musikakademie Basel, bei Robert Mann und Ida Kavafian am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia, bei Yfrah Neaman an der Guildhall School of Music and Drama in London und abschließend bei Nora Chastain in Zürich. CD-Aufnahmen entstanden mit dem Tecchler Trio bei Ars Musici und bei Concentus Records, mit den Swiss Chamber Soloists bei Neos sowie mit Renaud und Gautier Capuçon, Frank Braley, Michel Dalberto, Emmanuel Pahud und Paul Meyer bei Virgin Classics. Dank der finanziellen Unterstützung der Zuger Kantonalbank spielt Esther Hoppe auf einer Balestrieri-Violine aus dem Jahr 1760.
Jacqueline Ross wurde in New York geboren. Sie studierte an der Juilliard School of Music bei Joseph Fuchs und setzte ihre Ausbildung in Köln bei Saschko Gawriloff sowie in Amsterdam mit der Barockspezialistin Lucy van Dael fort. Sie trat als Solistin im Rahmen der Biennale von Venedig und dem Festival für zeitgenössische Musik in Darmstadt auf, wo sie den Kranichsteiner Preis gewann. Jacqueline Ross zählt zu den wenigen SolistInnen, die sowohl auf der Barockgeige als auch auf der modernen Geige musizieren. Sie spielt eine besondere Andrea Amati Violine aus dem Jahr 1570. Die Geigerin widmet sich neben der Karriere als Solistin auch der Lehrtätigkeit und unterrichtet an der Guildhall School of Music and Drama in London. Zusätzlich gibt sie Meisterkurse in England, weiters an der Juilliard School, New York und am Curtis Institute, Philadelphia.
Gerhard Schulz wurde 1951 als viertes Kind einer Musikerfamilie in Linz an der Donau geboren und studierte mit Franz Samohyl in Wien, Sandor Végh in Düsseldorf und Shmuel Ashkenasi in den USA. Er war Gründungsmitglied des Salzburger Streichtrios, des Schulz-Ensembles und 1. Geiger des Düsseldorfer Streichquartetts. Als Mitglied des weltberühmten Alban Berg Quartetts spielte er über 30 Jahre lang regelmäßig in den bedeutendsten Musikzentren der Welt. Als Exklusivkünstler bei EMI nahm das Quartett einen Großteil des Quartettrepertoires auf und wurde dafür mit unzähligen Preisen ausgezeichnet. Nachdem das Alban Berg Quartett seine Konzerttätigkeit im Sommer 2008 beendete, gründete Gerhard Schulz das Waldstein Ensemble (Klavierquartett). Im November 2009 debütierte er als Dirigent mit dem Copenhagen Philharmonic Orchestra und genießt nach wie vor gleichermaßen das Musizieren auf dem Podium sowie die Arbeit mit seinen Studenten. Seit 1980 ist Gerhard Schulz Professor für Violine an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und seit 1993 Gastprofessor für Kammermusik an der Musikhochschule Köln.
Akiko Tatsumi studierte in Tokio an der Toho Gakuen School of Music bei Saburo Sumi, Hideo Saitoh and Yoshio Unno und setzte ihre Ausbildung bei Saschko Gawriloff in Berlin fort. Sie trat bei zahlreichen Konzerten u. a. mit dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, NDR Sinfonieorchester, Sinfonieorchester Halle, Sinfonieorchester Stuttgart, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und Japan Philharmonic Symphony Orchestra unter der Leitung von Eliahu Inbal, Zdenek Mácal, Gerd Albrecht, Hiroyuki Iwaki auf. 1982 interpretierte sie die Uraufführung von Isang Yuns' Violinkonzert mit dem Radio- Sinfonie-Orchester Frankfurt. Die Künstlerin unterrichtet an den Konservatorien in Peking, Shanghai sowie an der Toho Gakuen School of Music, wo sie einen Lehrstuhl für Violine innehat. Des weiteren gibt sie Meisterkurse in Frankreich, Portugal und Japan und ist Leiterin der Courcheval International Music Academy in Tomobe, Japan.
Die Komponistin und Pianistin Frangis AliSade stammt aus Baku, Aserbaidschan. Sie absolvierte 1970 am Konservatorium ihrer Heimatstadt das Klavierund 1972 das Kompositionsstudium, woran sich 1973 bis 1976 eine Assistenz in Musikwissenschaft bei Kara Karajew anschloss. Danach lehrte sie am Konservatorium bis 1990 Musikgeschichte, bis 1993 war sie Professorin für Zeitgenössische Musik und Geschichte der Orchesterstile. Seit 1999 lebt sie vorwiegend in Deutschland. Im November 2000 erhielt sie den Ehrentitel "Volkskünstlerin der Republik Aserbaidschan". 2005 trat sie als Komponistin, Pianistin und Dirigentin im Rahmen der 60 Jahre Unesco-Feierlichkeiten in Paris in Erscheinung. Frangis AliSades Kompositionsstil bewegt sich zwischen der traditionellen Musik ihrer Heimat Aserbaidschan und der teilweise auch experimentellen Gegenwartsmusik. "Zwei Kräfte wirkten in ihr", sagte sie einmal, "und aus dem Widerspruch ergebe sich das Neue". Ihr Stil wird beherrscht von einer eigenwilligen Synthese dieser beiden Welten, ein Klangereignis, das von kompositorischer Durchgestaltung noch unberührt scheint. AliSade schafft eine Musik, in der östlich modales Denken mit westlich Konstruktivistischem verschmilzt. Ihre Kompositionen wurden von so namhaften Künstlern wie Mstislaw Rostropowitsch, Yo-Yo-Ma, David Geringas und dem Kronos Quartett interpretiert. Als Pianistin setzt sich AliSade nachdrücklich für die Werke zeitgenössischer Komponisten der ehemaligen Sowjetunion ein. Ihrer Initiative ist es darüber hinaus zu verdanken, dass Werke der Zweiten Wiener Schule und Komponisten wie Olivier Messiaen, John Cage und George Crumb in Baku erstmals aufgeführt wurden.

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