JURY
- KLAVIER
- Vorsitzender
Pavel Gililov - Frangis AliSade
- Paul Gulda
- Robert Levin
- Jean-Bernard Pommier
- Maria Tipo
- Fou Tsong
- Juryassistenz
Birgit Draxl - VIOLINE
- Vorsitzender
Paul Roczek - Shmuel Ashkenasi
- Marieke Blankestijn
- Esther Hoppe
- Jacqueline Ross
- Gerhard Schulz
- Akiko Tatsumi
- Juryassistenz
Michaela Wieser-Hois
Pavel Gililov, geboren in der ehemaligen
Sowjetunion, trat bereits mit acht
Jahren erstmals mit Orchester auf.
Seine außerordentliche musikalische
Begabung wurde von Dimitri Kabalewsky
entdeckt, auf dessen Empfehlung hin er
sein Studium in St. Petersburg begann.
Dort schloss er mit Auszeichnung ab.
Bereits als Student gewann Pavel Gililov
im Jahre 1972 den Nationalen Klavierwettbewerb
in Moskau und begann
daraufhin seine solistische Laufbahn.
Er ist Preisträger des Internationalen
Chopin-Wettbewerbes in Warschau
1975 und des Internationalen Viotti-
Klavierwettbewerbes in Vercelli 1978.
Im selben Jahr emigrierte Gililov in
den Westen und führt seitdem seine
Konzerttätigkeit mit führenden Orchestern
in den wichtigsten Kulturmetropolen
der Welt fort.
Pavel Gililov ist ein gern gesehener Gast
bei wichtigen Musikfestivals wie den
Salzburger Festspielen, dem Schleswig-
Holstein Musikfestival, dem Edinburgh
Musikfestival und anderen. Seit 1997
ist er Künstlerischer Leiter der "Sommerclassics",
einem Musikfestival in Rheinland-
Pfalz sowie Künstlerischer Leiter
und Präsident der Beethoven Competition
Bonn.
An der Musikhochschule Köln leitet
Pavel Gililov eine Meisterklasse für
Klavier, ebenso wie an der Universität
Mozarteum Salzburg. Er veranstaltet
zahlreiche Meisterkurse in Europa und
Fernost.
Paul Gulda wurde 1961 in Wien geboren.
Er ist Pianist, Komponist und Dirigent.
Der zweitälteste Sohn von Friedrich
Gulda nahm u.a. auch bei seinem
Vater Klavierunterricht. Weitere Lehrer
waren Roland Batik, Leonid Brumberg
und Rudolf Serkin. Neben dem Klavierspiel
studierte er an der Musikhochschule
Wien Blockflöte und Klarinette.
Seit 1995 ist Paul Gulda auch als Komponist
tätig. Bei seinen Kompositionen
handelt es sich vorwiegend um Bühnenmusik
zu Schauspielen von Howard
Barker, Franz Xaver Kroetz, Johann
Nestroy u. a. 1997 hatte er sein Debüt
als Dirigent mit dem Linzer Konzertverein.
Neben seiner Tätigkeit als Pianist sowohl
mit Soloauftritten als auch mit
namhaften Orchestern unter berühmten
Dirigenten beschäftigt sich Gulda mit verschiedenen musikalischen Projekten.
Eines der bekanntesten ist "Haydn
alla Zingarese" (Ein Zusammenspiel von
klassischen Musikern mit einer Roma-
Banda) sowie Konzeptionen und Präsentationen
musikalisch-literarischer
Programme.
Paul Gulda ist Mitglied des Vereins
R.E.F.U.G.I.U.S., der sich für die Aufklärung
des Massakers von Rechnitz einsetzt.
Zum 54. Jahrestag der Befreiung
des Konzentrationslagers Mauthausen
entstand "Stimmen im Widerhall. Ein
musikalischer Diskurs". Gulda zeichnet
auch für Improvisationsperformances
mit Jazzpianist Makoto Ozone oder mit
der Malerin Erdmuthe Scherzer-Klinger
verantwortlich.
Robert Levin, geboren 1947, ist
Musiker, Musikwissenschaftler und
Komponist sowie künstlerische Leiter
des Sarasota Music Festivals. Er studierte
Klavier bei Louis Martin, Jean
und Robert Casadesus, Komposition bei
Stefan Wolpe in New York sowie Orgel
bei Nadia Boulanger in Fontainebleau
und Paris. 1968 absolvierte er sein
Studium an der Harvard University. Er
leitet die Musiktheorie-Abteilung am
Curtis Institute of Music in Philadephia
und Professor für Klavier an der Hochschule
für Musik in Freiburg. Seit 1993
ist er Professor an seiner Alma Mater,
der Harvard University. Robert Levin ist
gefragter Klavier und Fortepiano-Solist
und konzertiert mit weltberühmten
Orchestern und Kammermusikensembles.
Er rekonstruierte eine Reihe von
klassischen Werken, vor allem unvollendete
Kompositionen von Mozart, aber auch von Johann Sebastian Bach. Seine
Ergänzungen mehrerer unvollendeter
Mozart Werke, darunter das Requiem in
d-Moll und die Große Messe in c-Moll,
sind zählen zu seinen herausragenden
Leistungen. Levin ist außerdem regelmäßig
als Dozent der Internationalen
Sommerakademie Mozarteum tätig.
Jean-Bernard Pommier wurde im
südfranzösischen Béziers als Sohn eines
Organisten geboren. Mit vier Jahren
begann er mit dem Unterricht bei Mina
Kosloff. Später studierte er bei Yves Nat,
Pierre Sancan, Eugen Bigot (Dirigieren)
und Eugene Istomin. Mit siebzehn
Jahren war er jüngster Finalist des Internationalen
Tschaikowski Wettbewerbes
Moskau, dessen Jury von Emil Gilels
präsidiert wurde.
Seither haben ihn Solo-, Orchester- und
Dirigierverpflichtungen in die größten
Musikmetropolen der Welt geführt. So
interpretierte er sämtliche Klavierkonzerte
von Beethoven mit dem Orchestre
de Paris und Daniel Barenboim und gab
Konzerte mit allen großen Londoner
Orchestern, dem Chicago Symphony
Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic
Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, der Dresdner Staatskapelle,
dem Gewandhaus-Orchester Leipzig
sowie den Philharmonikern von Berlin,
Wien, New York, St. Petersburg und
Tokio. Pommier hat mit Dirigenten wie
Daniel Barenboim, Herbert von Karajan,
Kurt Masur und mit Kammermusikpartnern
wie Isaac Stern, Itzhak Perlman,
David Oistrach, Pinchas Zukerman und
Leonard Rose musiziert und gab Meisterkurse
in Amerika, Europa, Asien und
Australien.
Jean-Bernard Pommier war 2006–2008
künstlerischer Direktor des Festival
de Menton, ist Direktor der Akademie
Musikè und Visiting Fellow des St. Chad's
College, Durham.
Zahlreiche CD-Einspielungen der Werke
von Bach, Schumann, Tschaikowski,
Rachmaninow sowie Chopin.
Maria Tipo, geboren in Neapel, erhielt
ihre Ausbildung bereits mit vier Jahren
von ihrer Mutter, der Pianistin Ersilla
Cavallo. Später besuchte sie Meisterklassen
bei Alfredo Casella und Guido
Agosti. Im Laufe ihrer Karriere spielte sie
in allen großen Konzertsälen Europas,
den USA, Zentral- und Südamerikas,
Afrikas, Japans und des Mittleren Ostens.
Sie konzertierte mit den Berliner Philharmonikern,
dem Boston Symphony
Orchestra, der New York NBC, dem
Los Angeles Philharmonic Orchestra
und vielen anderen Orchestern.
Neben ihrer intensiven Konzerttätigkeit
spielte sie zahlreiche Klaviermusik für
große Labels wie Ricordi ein. Auch der
Kammermusik widmet Maria Tipo viel
Zeit. So arbeitete sie beispielsweise mit
Künstlern wie Salvatore Accardo und
Uto Ughi oder Ensembles wie dem Amadeus Quartett und dem Quartetto
di Fiesole.
Als Lehrerin wurde Maria Tipo an die
Konservatorien von Bozen, Florenz und
Genf berufen. Viele ihrer Schüler gewannen
erste Preise bei internationalen
Wettbewerben in Genf, Wien, Leeds,
Bremen, Köln, u. a.
Maria Tipo ist regelmäßig als Jurorin
internationaler Wettbewerbe tätig.
Fou Tsong wurde 1934 in Shanghai als
Sohn des bekannten chinesischen Kunsttheoretikers
und Übersetzers Fu Lei geboren.
Im Alter von 7 Jahren begann er mit
dem Klavierunterricht. Er studierte bei
Mario Paci, dem italienischen Gründer des
Shanghai Symphony Orchesters und Ada
Bronstein.1955 gewann er den Internationalen
Chopin Klavierwettbewerb in Warschau
und setzte seine Studien in Polen
und London fort. Auftritte mit renommierten
Künstlern wie Yehudi Menuhin,
Daniel Barenboim und Kyung-Wha Chung.
Zahlreiche Schallplatteneinspielungen.
Rege Tätigkeit als Juror verschiedener internationaler
und regionaler Musikwettbewerbe,
darunter des Internationalen
Chopin-Klavierwettbewerbes und des
Queen Elisabeth Wettbewerbes in Belgien
sowie weiterer Musikwettbewerbe in der
Schweiz, in Norwegen, Italien, Portugal und
in Ländern und Regionen Südostasiens.
Paul Roczek ist, von großartigen Musikern
umgeben, in Wien aufgewachsen,
wo heute seine beiden hochbegabten
Kinder, Leonhard und Saskia an der
Wiener Musikuniversität Violoncello
und Geige studieren.
Auch ihm wurde die Violine zum entscheidenden
Lebensschicksal, ihre
frühe Beherrschung brachte ihn zu
den Wiener Philharmonikern, später
zu den Wiener Solisten und zum Österreichischen
Streichquartett, mit dem
er dreißig Jahre hindurch als erster
Geiger in der ganzen Welt konzertierte
und Hunderte von Konzerten und viele
Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen
spielte.
Mit diesem Quartett wurde er auch
1969 an die damalige Musikakademie
Mozarteum verpflichtet, sein erwachendes Interesse für das Unterrichten, aber
auch für organisatorische Tätigkeiten
brachten ihn schnell in hohe Positionen:
Professur, Abteilungsleiter, Vizerektor
und künstlerischer Leiter der Internationalen
Sommerakademie Mozarteum
waren die markanten Zeichen eines
sich erfolgreich entwickelnden Künstlerlebens,
Einladungen als Juror großer
internationaler Wettbewerbe und zu
bedeutenden Meisterkursen an wichtigen
Musikhochschulen die folgerichtigen
Weiterungen.
Seit 1996 kümmert er sich als Vorsitzender
des Fachbeirates von Musik der
Jugend hauptverantwortlich um das
Gedeihen der österreichischen Jugendmusikwettbewerbe
Prima la Musica
und Gradus ad Parnassum.
2007 wurde Paul Roczek zum Beauftragten
der Universität Mozarteum für
Internationale Beziehungen ernannt und
trägt in dieser Funktion dazu bei, den
weltweiten Ruf dieser Institution durch
die Gestaltung künstlerischer Projekte
und verschiedener Austauschprogramme
mit bedeutenden Partnern rund um
den Globus zu fördern und zu intensivieren.
Der Geiger Shmuel Ashkenasi wurde
1941 in Tel Aviv geboren. Er studierte an
der Musikhochschule seiner Heimatstadt
bei Ilona Feher. Mit einem Stipendium
ging er dann in die USA, um am Curtis
Institute of Music in Philadelphia bei
Efrem Zimbalist zu studieren. Internationale
Aufmerksamkeit erhielt er
als Preisträger des belgischen Queen
Elisabeth Wettbewerbes und des
Tschaikowski Wettbewerbes 1962.
Er unternahm Konzertreisen durch die
Sowjetunion, trat im Fernen Osten
und in Israel auf und konzertierte regelmäßig
in Europa. Er arbeitete mit den
bedeutendsten Orchestern Europas und
der USA unter Dirigenten wie Leopold
Stokowski, Karl Böhm, Rudolf Kempe,
Erich Leinsdorf, Rafael Kubelik, Stanislaw
Skrowaczewski und Karel Ancerl. 1962 gründete er das Vermeer Quartett,
als dessen Primarius er zu den bedeutenden
Kammermusikern der Gegenwart
zählt. Er ist Professor für Violine und
Kammermusik am Curtis Institute of
Music in Philadelphia und an der
Roosevelt University in Chicago.
Marieke Blankestijn wurde in Den
Haag, Niederlande geboren. Sie nahm
früh ihre Studien auf und wurde
zunächst von Herman Krebbers in
Amsterdam unterrichtet, bevor sie zu
Sándor Végh nach Salzburg wechselte,
wo sie 1985 im Alter von 21 Jahren den
3. Internationalen Mozartwettbewerb
gewann. Seit 1985 ist sie Konzertmeisterin
und international gefragte Solistin
u. a. des Orchestra of the Age of Enlightment
und des Chamber Orchestra
of Europe. Seit seiner Gründung ist sie
zudem festes Mitglied des Gaudier
Ensembles, mit welchem sie im März
2009 an der Universität Mozarteum im
Solitär konzertierte.
Als Gewinnerin des 8. Internationalen
Mozartwettbewerbes in Salzburg 2002
zählt die in Zug, Schweiz geborene Esther Hoppe zu den gefragtesten
Musikern der jungen Generation.
Sie führt eine rege Konzerttätigkeit als
Solistin und Kammermusikerin. Seit
2009 ist sie außerdem 1. Konzertmeisterin
des Münchener Kammerorchesters.
Esther Hoppe wurde mehrfach ausgezeichnet,
so erhielt sie neben dem
1. Preis in Salzburg auch den 2. Preis
beim Internationalen Georges Prêtre
Wettbewerb in Douai, Frankreich. Seit
2003 bildet sie zusammen mit Benjamin
Engeli, Klavier und Maximilian Hornung,
Violoncello das Tecchler Trio, welches in
der Folge renommierte Kammermusikwettbewerbe
gewann.
Die Künstlerin erhielt Einladungen zu
verschiedensten Festivals, wie z. B.
Lucerne Festival, Menuhin Festival Gstaad, Styriarte Graz, Open Chamber
Music Prussia Cove oder Turina Festival
Sevilla. Als regelmäßiger Gast der Swiss
Chamber Soloists genießt sie eine rege
Zusammenarbeit mit dem Komponisten
und Oboisten Heinz Holliger. Mit den
Swiss Chamber Soloists führte sie
außerdem bereits einige Uraufführungen
zeitgenössischer Komponisten
auf (Werke von Birtwistle, Holliger,
Kelterborn, Dayer). Esther Hoppe erhielt
Einladungen für Konzerttourneen nach
Japan, USA, Indien und in viele Länder
Europas.
Ihre Ausbildung erhielt sie bei Thomas
Füri an der Musikakademie Basel, bei
Robert Mann und Ida Kavafian am renommierten
Curtis Institute of Music
in Philadelphia, bei Yfrah Neaman an
der Guildhall School of Music and
Drama in London und abschließend
bei Nora Chastain in Zürich.
CD-Aufnahmen entstanden mit dem
Tecchler Trio bei Ars Musici und bei
Concentus Records, mit den Swiss
Chamber Soloists bei Neos sowie mit
Renaud und Gautier Capuçon, Frank
Braley, Michel Dalberto, Emmanuel
Pahud und Paul Meyer bei Virgin
Classics.
Dank der finanziellen Unterstützung
der Zuger Kantonalbank spielt Esther
Hoppe auf einer Balestrieri-Violine aus
dem Jahr 1760.
Jacqueline Ross wurde in New York
geboren. Sie studierte an der Juilliard
School of Music bei Joseph Fuchs und
setzte ihre Ausbildung in Köln bei
Saschko Gawriloff sowie in Amsterdam
mit der Barockspezialistin Lucy van Dael
fort. Sie trat als Solistin im Rahmen der
Biennale von Venedig und dem Festival
für zeitgenössische Musik in Darmstadt
auf, wo sie den Kranichsteiner Preis
gewann.
Jacqueline Ross zählt zu den wenigen
SolistInnen, die sowohl auf der Barockgeige
als auch auf der modernen Geige
musizieren. Sie spielt eine besondere
Andrea Amati Violine aus dem Jahr
1570.
Die Geigerin widmet sich neben der Karriere
als Solistin auch der Lehrtätigkeit
und unterrichtet an der Guildhall School of Music and Drama in London. Zusätzlich
gibt sie Meisterkurse in England,
weiters an der Juilliard School, New York
und am Curtis Institute, Philadelphia.
Gerhard Schulz wurde 1951 als
viertes Kind einer Musikerfamilie in Linz
an der Donau geboren und studierte
mit Franz Samohyl in Wien, Sandor Végh
in Düsseldorf und Shmuel Ashkenasi
in den USA.
Er war Gründungsmitglied des Salzburger
Streichtrios, des Schulz-Ensembles
und 1. Geiger des Düsseldorfer
Streichquartetts.
Als Mitglied des weltberühmten Alban
Berg Quartetts spielte er über 30 Jahre
lang regelmäßig in den bedeutendsten
Musikzentren der Welt.
Als Exklusivkünstler bei EMI nahm das
Quartett einen Großteil des Quartettrepertoires
auf und wurde dafür mit
unzähligen Preisen ausgezeichnet.
Nachdem das Alban Berg Quartett seine Konzerttätigkeit im Sommer 2008
beendete, gründete Gerhard Schulz
das Waldstein Ensemble (Klavierquartett).
Im November 2009 debütierte er
als Dirigent mit dem Copenhagen
Philharmonic Orchestra und genießt
nach wie vor gleichermaßen das
Musizieren auf dem Podium sowie
die Arbeit mit seinen Studenten.
Seit 1980 ist Gerhard Schulz Professor
für Violine an der Universität für Musik
und darstellende Kunst in Wien und seit
1993 Gastprofessor für Kammermusik
an der Musikhochschule Köln.
Akiko Tatsumi studierte in Tokio an
der Toho Gakuen School of Music bei
Saburo Sumi, Hideo Saitoh and Yoshio
Unno und setzte ihre Ausbildung bei
Saschko Gawriloff in Berlin fort. Sie
trat bei zahlreichen Konzerten u. a. mit
dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt,
NDR Sinfonieorchester, Sinfonieorchester
Halle, Sinfonieorchester Stuttgart,
Tokyo Metropolitan Symphony
Orchestra und Japan Philharmonic
Symphony Orchestra unter der Leitung
von Eliahu Inbal, Zdenek Mácal, Gerd
Albrecht, Hiroyuki Iwaki auf. 1982 interpretierte
sie die Uraufführung von Isang
Yuns' Violinkonzert mit dem Radio-
Sinfonie-Orchester Frankfurt. Die Künstlerin
unterrichtet an den Konservatorien
in Peking, Shanghai sowie an der Toho
Gakuen School of Music, wo sie einen
Lehrstuhl für Violine innehat. Des weiteren
gibt sie Meisterkurse in Frankreich, Portugal und Japan und ist Leiterin
der Courcheval International Music
Academy in Tomobe, Japan.
Die Komponistin und Pianistin Frangis
AliSade stammt aus Baku, Aserbaidschan.
Sie absolvierte 1970 am Konservatorium
ihrer Heimatstadt das Klavierund
1972 das Kompositionsstudium,
woran sich 1973 bis 1976 eine Assistenz
in Musikwissenschaft bei Kara Karajew
anschloss. Danach lehrte sie am Konservatorium
bis 1990 Musikgeschichte,
bis 1993 war sie Professorin für Zeitgenössische
Musik und Geschichte der
Orchesterstile. Seit 1999 lebt sie vorwiegend
in Deutschland. Im November
2000 erhielt sie den Ehrentitel "Volkskünstlerin
der Republik Aserbaidschan".
2005 trat sie als Komponistin, Pianistin
und Dirigentin im Rahmen der 60 Jahre
Unesco-Feierlichkeiten in Paris in
Erscheinung.
Frangis AliSades Kompositionsstil bewegt
sich zwischen der traditionellen
Musik ihrer Heimat Aserbaidschan und der teilweise auch experimentellen
Gegenwartsmusik. "Zwei Kräfte wirkten
in ihr", sagte sie einmal, "und aus dem
Widerspruch ergebe sich das Neue".
Ihr Stil wird beherrscht von einer eigenwilligen
Synthese dieser beiden Welten,
ein Klangereignis, das von kompositorischer
Durchgestaltung noch unberührt
scheint. AliSade schafft eine Musik, in
der östlich modales Denken mit westlich
Konstruktivistischem verschmilzt. Ihre
Kompositionen wurden von so namhaften
Künstlern wie Mstislaw Rostropowitsch,
Yo-Yo-Ma, David Geringas und
dem Kronos Quartett interpretiert. Als
Pianistin setzt sich AliSade nachdrücklich
für die Werke zeitgenössischer
Komponisten der ehemaligen Sowjetunion
ein. Ihrer Initiative ist es darüber
hinaus zu verdanken, dass Werke der
Zweiten Wiener Schule und Komponisten
wie Olivier Messiaen, John Cage
und George Crumb in Baku erstmals
aufgeführt wurden.
Kontakt
- Dr. Ulrike Godler
Generalsekretariat
- Mirabellplatz 1
5020 Salzburg
Tel: +43 (0) 662 6198 2200
Fax: +43 (0) 662 6198 2209
E-Mail: ulrike.godler@moz.ac.at